GESCHICHTE

Aus der Vereinsgeschichte

Der Kulturverein Teningen wurde 1984 gegründet. In seiner Satzung wurde der Zweck des Vereins festgeschrieben:
 „Zweck des Vereins ist die Förderung der Kulturarbeit in der Gemeinde Teningen. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Durchführung von Ausstellungen, kulturellen Veranstaltungen aller Art, der Förderung des Heimatgedankens und der Förderung von Bildung und Erziehung.“ 

Der Verein wurde seit der Gründung von nur drei Vorsitzenden geführt - Kontinuität ist ein Markenzeichen des Vereins - trotz jeweils unterschiedlicher Schwerpunkte der Arbeit und verschiedener Veranstaltungsformate, die im Laufe der Zeit erprobt und eingeführt wurden.
1984 – 2009 Manfred Scherble
2009 – 2015 Frank Tänzel
seit 2015 Ulrike-Klingberg-Kiefer

Die Tätigkeit des Kulturvereins
Die jetzige 1. Vorsitzende Ulrike Klingberg-Kiefer hatte als jahrelange 2. Vorsitzende schon viele Veranstaltungen selbständig verantwortet. So ist es selbstverständlich, dass sie viele erfolgreiche Formate weiterführt: die Vortragsreihe „Kultur um 4“ am Sonntagnachmittag mit breit gestreuten Themen, die jährlichen Freiluftveranstaltungen „Serenaden-Konzert“ auf der Burg Landeck und „Pop & Lyrik“ in Heimbach. Der Kulturverein richtet auch Sonderausstellungen im Rebay-Haus aus, so z.B. eine Ausstellung für Richard Braun zu dessen 90. Geburtstag. Nach Richard Brauns Tod kümmert sich der Kulturverein um dessen Nachlass - eine große Aufgabe - und führte 2019 eine Gedenk- und Verkaufsausstellung durch. In 2-3 jährigem Abstand organisiert der KV eine Ausstellung für die Kunstschaffenden Teningens, jetzt in dem neuen Schulzentrum. Ein weiteres Aufgabenfeld sind kleinere und größere Exkursionen mit unterschiedlichsten Schwerpunkten (z.B. eine Besichtigung der Bio-Firma Rinklin in Eichstetten oder eine Fahrt nach Straßburg oder zu den Bregenzer Festspielen).
Das Programm wird über die Presse, die Homepage, Aushänge (Schaukasten Rebay-Haus), Plakate oder per Mail - nach Eintrag in einer Interessentenliste - bekanntgegeben.

Die Vorgeschichte
Die Gemeinde Teningen lud 1977/78 die Bevölkerung ein zu Arbeitskreisen, die Entwicklungsziele für die Gemeinde formulieren sollten. Diese Vorschläge wurden im Februar 1979 vom Gemeinderat verabschiedet. Besonders aktive Mitbürger bildeten anschließend einen „Arbeitskreis Kommunalentwicklung“, der die begonnene Arbeit weiterführen wollte: u.a. ein Heimatmuseum einzurichten, eine Orts-Chronik auf den Weg zu bringen, Trachten und Brauchtum zu dokumentieren u.v.a.m.

Die Gründung des Kulturvereins 1984
Das Sammeln von museumswürdigen Gegenständen war so erfolgreich, dass im Juli 1984 auf Initiative von Hermann Jäger, dem damaligen Bürgermeister, ein neuer Verein gegründet wurde. Der ursprünglich vorgesehene Vereinszweck „Aufbau und Förderung des Museums in Teningen“ wurde auf Antrag Manfred Scherbles umformuliert in „Unterstützung der Gemeinde beim Aufbau des Museums sowie die Förderung der Kulturarbeit in der Gemeinde Teningen…“. 
Manfred Scherble wurde erster Vorsitzender. 
Vorstandsstellvertreterinnen waren nacheinander: Gertrud Otten, Charlotte Hauß und Ulrike Klingberg-Kiefer.               
Die Gründungsmitglieder wählten in Vorstand und Beirat:
Manfred Scherble als Vorstandsvorsitzenden, Gertrud Otten als Vorstandsstellvertreterin, Gerhard Dangel-Reese als Geschäftsführer und Museumsbeauftragten, Wilhelm Sütterlin als Kassenwart und Richard Haas als Schriftführer.
Der Kulturverein organisierte die Betreuung des Museums und setzte sich erfolgreich auch für die Bestellung eines Museumsbeauftragten durch die Gemeinde ein. Die Sammlung von Gegenständen, Bildern und Dokumenten war zunächst die Hauptaufgabe des Vereins. Der erste Öffnungstag des mit Leihgaben Teninger Bürger ausgestalteten Museums im Dachgeschoss des Teninger Rathauses war der 6. Oktober 1984. Die Aktivitäten des Kulturvereins bezogen sich - auch durch das große Engagement des langjährigen Vorsitzenden Manfred Scherble - im Laufe der Jahre mehr und mehr auf die Durchführung von Vorträgen, Konzerten und Exkursionen. Dieser Trend wurde nach dem Erwerb des Anwesens Menton als Heimatmuseum durch die Gemeinde am 21.10.1990 (und der Gründung des eigenständigen Fördervereins „Anwesen Menton“) noch verstärkt.
Der Kulturverein schuf sich ein eigenes Profil. Er verfolgte einmal größere Projekte (Sammlung von Flurnamen: verantwortlich Altbürgermeister Willi Bolz; Friedhofbroschüre: Charlotte Hauß und Richard Braun), erfand neue Formate (wie z.B. den Verzell-Obe, den ersten seiner Art im weiten Umkreis, der 30 Jahre lang stattfand, untrennbar verbunden mit Charlotte Hauß; die Ausrichtung der Kunstausstellungen, die bis heute stattfinden , viele Jahre in der Verantwortung des Grafikers und Malers Richard Braun) und erweiterte ständig den Bereich seiner Tätigkeiten. Manfred Scherbles Kontakt mit Dr. Heisler (Zeltmusikfest FR) ermöglichte Konzerte in der Tscheulin-Villa und in den Kirchen von Köndringen und Teningen. Naturkundliche Führungen, kunsthistorische Exkursionen (Baden, Schweiz, Elsass, Trier, München, Frankfurt ….), Vorträge über vielerlei Themen sowie Reiseberichte mit Lichtbildern ergänzten das Programm.
Der Versuch, das Kronen-Kino als Kleinkunstbühne im Dorf zu halten, brachte zwar eine Fülle ungewöhnlicher und niveauvoller Veranstaltungen nach Teningen, war aber auf Dauer aus vielerlei Gründen nicht erfolgreich. 
Das nächste große Projekt war die Unterstützung der „Hilla-von-Rebay-Erinnerungsstätte“ ab 2002. Diese wurde 2003 eröffnet. Der Kulturverein organisierte die sonntägliche Betreuung und sorgte durch viele Veranstaltungen (Ausstellungen, Vorträge, Konzerte) für die „Belebung“ des Rebay-Hauses. 
2009 fand turnusgemäß eine Kunstausstellung statt. Auf einer Mitgliederversammlung in deren Rahmen gab Manfred Scherble nach 25 Jahren Tätigkeit als 1. Vorsitzender sein Amt an Frank Tänzel ab, Ulrike Klingberg-Kiefer blieb 2. Vorsitzende. Frank Tänzel sah als eine seiner Hauptaufgaben zunächst die Klärung der Zukunft der Hilla-von-Rebay-Erinnerungsstätte („Rebay-Haus“). Das Erdgeschoss des Rebay-Hauses, bis dahin vermietet, war frei geworden. Frank Tänzel versuchte in den nächsten drei Jahren, zusammen mit der Projektgruppe Hilla-von-Rebay von der Realschule und der VHS, das Erdgeschoss von der Gemeinde als dringend notwendige Erweiterung für die Erinnerungsstätte zu bekommen. 
Dies gelang erst auf dem Weg der gemeinsamen Neugründung des „Fördervereins Hilla von Rebay“ durch den Kulturverein und die Projektgruppe der Realschule als alleinigem Partner der Gemeinde im Jahre 2012. Der neue Verein schloss Vereinbarungen mit der VHS und dem Kulturverein ab. Dem Kulturverein wurde das Recht eingeräumt, das EG für seine Veranstaltungen zu nutzen (ab 2014). Frank Tänzel führte bewährte Formate weiter, so den Verzell-Obe mit Charlotte Hauß und Manfred Scherble. Die Matinée-Veranstaltungen am Sonntagmorgen wurden als Vortragsreihe „Kultur um 4“ am Sonntagnachmittag weitergeführt, ebenso das jährliche „Serenaden-Konzert“ auf der Burg Landeck, zusammen mit dem Förderverein zur Erhaltung der Burg Landeck und die Kunstausstellungen. Er führte aber auch neue Formate ein: eine Veranstaltung „Spielkultur am Vormittag“ im Gasthaus „Sonne“ mit anschließendem Essen und die Freiluftveranstaltung „Pop & Lyrik“, zusammen mit dem Geschichts- und Bürgerverein Heimbach. 
Im Herbst 2015 bat Frank Tänzel um eine Auszeit von seinen Vorstandsgeschäften. Ulrike Klingberg-Kiefer führte danach als 2. Vorsitzende den Verein zunächst kommissarisch, dann als gewählte 1. Vorsitzende seit 2016, Petra Dykierek ist seit 2017 ihre Vertreterin.

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